Frisbee-Notbremse, Ibuprofen-Alternative, und ökologische und glückliche Radieschen

Bundeswettbewerb „Jugend Forscht“ in Bochum und drei stolze Teilnehmerinnen von der Deutschen Schule San Sebastián, die ihr Projekt und ihre Forschungsarbeit zum Thema „Ökologische und glückliche Radieschen“ vorstellten und den Sonderpreis Ressourceneffizienz und Zirkularität des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit entgegennehmen durften. An der Deutschen Schule San Sebastián ist man sehr stolz auf die Gewinnerinnen des Preises: Amelia López-Quintana, Inés Santos Barranco und Lena Wesbuer! Herzlichen Glückwunsch!

Nachstehender Artikel von Alicia Theisen

Am kleinen Präsentationsstand des 13-jährigen Lasse aus Köln ist ordenlich was los. Das blaue Frisbee zieht die Blicke im Schülerlabor der Ruhr-Universität Bochum auf sich. Auf dessen Rückseite sind Kabel und Platten zu sehen.

„Ich liebe Frisbee spielen, aber die sind mir total oft in Bäume geflogen und hängen geblieben“, erklärt der Schüler der Königin-Luise-Schule. Da kam ihm die Idee zur Frisbee-Notbremse. Er entwickelt eine Fernbedienung, mit der er die Plastikscheibe per Knopfdruck stoppen kann.

Kontrollierter Frisbee-Absturz per Fernbedienung

Mit seiner Frisbee-Absturz-Lösungs-Kontroll-Einheit (kurz FALKE) hat der 13-Jährige es bis in den NRW-Landeswettbewerb geschafft. Drückt er den Knopf, wird auf der Rückseite des fliegenden Frisbees ein Gewicht freigegeben, das die Plastikscheibe an einer Schnur nach unten zieht.

Mit 13 Jahren Jüngster in der NRW-Runde bei „Jugend forscht“

Das Frisbee sinkt so senkrecht nach unten. Zu schwer sei die Scheibe durch das angebrachte System nicht, sagt der Jungforscher: „Damit ist das Frisbee etwas schwerer und fliegt noch besser.“

Die Konkurrenz im NRW-Landeswettbewerb von „Jugend forscht“ ist groß. Eigentlich dürfen nur Schülerinnen und Schüler, Azubis und Studierende zwischen 15 und 21 Jahren mitmachen. Für Lasse wurde eine Ausnahme gemacht. Er ist mit seinen 13 Jahren der Jüngste von über 70 Teilnehmenden.

Zehn Gewinner-Projekte aus NRW dürfen weiter in den Bundeswettbewerb

Als am Donnerstagnachmittag die zehn besten Projekte verkündet werden, ist Lasses Projekt nicht dabei. „Ich bin super stolz auf ihn und bin von allen Kindern und Jugendlichen hier super beeindruckt“, sagt Lasses Mutter Jessica Pigulla.

Denn wer es bei „Jugend forscht“ weit bringen will, muss ständig Rückschläge einstecken. „Wir kennen auch viele, die irgendwann aufgegeben haben“, sagt Jessica. „Im Grunde sind also alle, die heute hier sind schon Sieger.“ Der jährliche Wettbewerb Jugend forscht soll junge Talente in den Bereichen Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik fördern.

Ausgezeichnet hat die Jury am Donnerstag den Aachener Tim Kammel für sein Projekt „Wie tickt eine Sanduhr?“. Und Oliver Westdickenberg aus Lemgo, der eine Alternative zu Ibuprofen entwickelt hat. Für sie geht es im Mai nach Herzogenaurach in den Bundeswettbewerb von „Jugend forscht“.

Von Alicia Theisen, ergänzt im oberen Teil zum Thema Deutsche Schule San Sebastián

Originalartikel: https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/jugend-forscht-frisbee-stop-nrw-landeswettbewerb-100.amp

 

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